Staatstheater Meiningen
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»Prospektschau« | neuer Premierentermin 17.12.2021

Foto: Marie Liebig
Foto: Marie Liebig

Liebes Publikum,

in einem multimedialen Bühnenprojekt präsentieren wir Ihnen die Bühnenbilder von Herzog Georg II., mit der die Meininger ganz Europa in Staunen versetzten. Reisen Sie mit uns zurück in jene Jahre, als Theaterherzog Georg II. die Legende der Meininger begründete. In einer multimedialen Show treffen Sie auf Georg II. und seine hochgeschätzten Theatermaler, die Brüder Brückner aus Coburg. Zusammen schufen sie Illusionen auf der Theaterbühne, deren Anblick das Publikum in ganz Europa in Staunen versetzte. Im Vordergrund steht neben der Entstehungsgeschichte der weltberühmten Bühnenbilder auch das künstlerische Suchen des Theaterherzogs und sein unbändiges Streben nach der Illusion der Wirklichkeit auf der Theaterbühne. Inspirationen, die der Theaterherzog auf seinen Reisen in Landschaft und Architektur finden konnte, lassen sich unvermittelt in Georgs Skizzen und Bühnenbildentwürfen wiederfinden. Der „Augenmensch“ hat Zeit seines Lebens in Bildern und Illusionen gelebt. Die naturalistische Ausdrucksform der Theatermaler Brückner haben den Visionen Georgs zu einer neuen Form der Prospektmalerei und schließlich zu einer Theaterlegende werden lassen.



Während die Brüder die Skizzen des Theaterherzogs in Coburg umgesetzt haben, hat auch Richard Wagner die beiden für die Gestaltung seines ersten „Ring des Nibelungen“ in Bayreuth engagiert. Unter enormen Zeitdruck fertigten die Brückners nicht nur die Bühnenbilder für Meiningen und Bayreuth an, sondern malten auch die Decke im Zuschauerraum, damit das neue Bayreuther Festspielhaus eröffnet werden konnte. In ihrem „Atelier für szenische Bühnenbilder“ in Coburg haben sie lebenslang Bühnenbilder für nahezu alle namhaften Theater in Deutschland und in Europa gefertigt.

Mit den Mitteln von Videomapping kann erstmalig die große Anzahl an Bühnenbild- und Kostümskizzen visualisiert werden, die Herzog Georg während seines gesamten Lebens angefertigt hat. Diese wie auch die zahlreichen, bis heute in ihrer Wirkung unnachahmlichen und beeindruckenden Bühnenbilder der Theatermalerfamilie Brückner, ihre privaten Gedanken, Tagebucheinträge und Briefe werden zur Ausgangsbasis für die visuelle Zeitreise durch die Theatergeschichte des Bühnenbildes im 19. Jahrhundert. Dabei rücken auch verschiedene Stationen und Begegnungen ihres Lebens, etwa ihr stetiges Studium der Landschaftsmalerei und ihre Reisen durch Europa, in den Vordergrund. Ein weiteres Thema ist der langanhaltende und stetige Austausch der beiden Künstlerpaare Richard und Cosima Wagner sowie Georg II. und Ellen Franz.



Anhand zahlreicher originaler Prospekte aus dem Meininger Theatermuseum „Zauberwelt der Kulisse“ wird die Poesie und hohe handwerkliche Kunst der dreidimensionalen Bühnenbilder erlebbar. Modernste Mittel der Videoprojektion machen es zudem möglich, dem Theaterherzog und seinen Theatermalern bei der Arbeit zuzusehen. Wie wird aus einer Landschaft erst eine Skizze und dann ein täuschend echter Bühnenraum? Schauen Sie selbst!


Premiere: 17.12., 19:30
weitere Termine: 18.12., 06.03., 18.04., 20.06., 21.06. – Großes Haus

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