Staatstheater Meiningen
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Rautenkranz mit barrierefreiem Zugang dank neuer Heberampe!

Fast 8 Monate wurde, unter der Leitung von Falko Beck, gebaut und jetzt war es soweit; der Rautenkranz (die Spielstätte des Jungen Staatstheater Meiningen) verfügt ab sofort über eine behindertengerechte Heberampe, die, einem Ein-Etagen-Aufzug gleich, Besuchern mit Handicap den Zugang zu den Vorstellungen ermöglicht.

Bei der feierlichen Einweihung am vergangenen Donnertsag zeigte sich Verwaltungsdirektorin Karolin Loh erfreut: „Es war uns ein großes Anliegen, dass in der neuen Spielstätte zeitnah Barrierefreiheit hergestellt wird und nun ist es, Dank der Fördergelder des Landes Thüringen, aber auch Dank des guten Austausches, der während dieser Zeit untereinander stattfand, geschafft!“ Dann folgt für alle der besondere Moment: Loh durchtrennt festlich das Einweihungsband, die erste offizielle Rampen-Fahrt darf stattfinden.

Mit goldenem Konfettiregen geht es vom Erdgeschoss in die erste Etage. Ob die neue Rampe dabei auch allen Anforderungen gerecht wird, davon darf Jürgen Schmidt, Behindertenbeauftragter des Landkreises Schmalkalden / Meiningen und Vorsitzender des Behindertenverbandes und -beirates, sich heute zur Jungfernfahrt persönlich überzeugen. Und dann ist auch er des Lobes für die neue Errungenschaft des Hauses. „Problemlos ging es nach oben. Die Technik funktioniert sehr gut. Das Servicepersonal wird geschult, den Lift zu steuern. Und dazu gibt es nun auch eine barrierefreie Toilette.“, lobt Schmidt. Und natürlich hat auch Uwe Klein, Stiftungsgründer und Ehrenvorsitzender der Stiftung Meininger Baudenkmäler, es sich nicht nehmen lassen, bei dieser ersten Fahrt dabei zu sein. „Unsere, seit  vergangenem Jahr, dem Staatstheater Meiningen zugehörige Spielstätte Rautenkranz, wird erfreulicherweise sehr gut angenommen.“, weiß Klein zu berichten. „Jetzt gerade, während wir die Rampe einweihen, läuft beispielsweise, gut besucht, das Theaterstück ‚norway.today‘.“ Stolz ergänzt Gabriela Gillert, Leiterin Junges Theater: „Eine junge Zehntklässlerin im Rollstuhl ist heute dabei und konnte heute Morgen die Rampe erstmalig nutzen. Das zeigt, welche große Bedeutung die neue Rampe für uns hat!“ Ob auch das Online-Ticket serviceorientiert für Menschen mit Handicap in Planung sei, möchte Schmidt noch wissen. „Ja, auch das soll es zeitnah geben.“, bejaht Loh. Und alle sind sich einig, ohne Frage ist die Barrierefreiheit ein Zugewinn für das Theater, den Rautenkranz und unsere Stadt.

Und so bringt es auch der Intendant des Staatstheaters, Jens Neundorff von Enzberg, auf den Punkt: „Durch die neu gewonnene Barrierefreiheit ermöglichen wir einem noch breiteren Publikum Zugang zu unseren kulturellen und theatralischen Angeboten. Ich bin sehr glücklich, dass uns dies in Zeiten einer wachsenden Inflation und zunehmender Schwierigkeiten bei der Realisation von Bauvorhaben, gelungen ist. Das spiegelt meiner Meinung nach exemplarisch wider, welche Rolle das Theater - und in diesem Fall Theater für junges Publikum - in Meiningen und der Stadtgesellschaft spielt.“