Andreas Kriegenburg wird 2027/28 Schauspieldirektor
Nach mehreren Gastproduktionen am Staatstheater Meiningen übernimmt der international renommierte Regisseur ab der Spielzeit 2027/28 die Schauspieldirektion am Haus
Mit der Spielzeit 2027/28 wird Andreas Kriegenburg neuer Schauspieldirektor am Staatstheater Meiningen. Er übernimmt die Direktion von Frank Behnke, der nach dann sechs Spielzeiten in gleicher Position interimistisch an das Landestheater Coburg wechselt.
Den Regisseur und Bühnenbildner Andreas Kriegenburg und das Schauspiel am Staatstheater Meiningen verbindet bereits eine mehrjährige Arbeitsbeziehung, die in der Spielzeit 2023/24 mit seiner Inszenierung von Shakespeares „Hamlet“ begonnen hat. Es folgte Brechts „Herr Puntila und sein Knecht Matti“ (2025) und schließlich Ibsens „Die Wildente“. Nur wenige Tage nach der gefeierten Premiere fiel für Andreas Kriegenburg die Entscheidung, in ein festes Engagement ans Haus zu kommen und damit ab Sommer 2027 ein gut zehnjähriges Kapitel der Freiberuflichkeit zu beenden.
Aus Hingabe für die Kunst
„Mit großer Vorfreude schaue ich auf die nächsten Jahre der Zusammenarbeit mit dem Schauspielensemble des Staatstheaters Meiningen und hoffe sehr, dass es uns gelingen wird, das Publikum immer wieder aufs Neue mit leidenschaftlichen Aufführungen zu überraschen und zu begeistern“, so Andreas Kriegenburg. „Und ich wünsche mir sehr, dass es uns auch gelingen möge, mit einem Theater, welches aus der Hingabe der Schauspielerinnen und Schauspieler für ihre Kunst lebt und wache Weltsicht in modernen Texten mit der kritischen Pflege großer Werke der klassischen Dramatik verbindet und den jetzt schon weit über die Grenzen Meiningens zu hörenden guten Ruf des hiesigen Schauspieltheaters noch weiter zu stärken.“
Intendant Jens Neundorff von Enzberg zur Neubesetzung der Schauspieldirektion: „Ich bin sehr stolz, dass sich der international renommierte Regisseur Andreas Kriegenburg entschieden hat, als Schauspieldirektor ab der Spielzeit 2027/28 ans Staatstheater Meiningen zu kommen. Dies spiegelt einerseits den guten Ruf dieses Hauses wider und ist auf der anderen Seite aber auch der hohen Qualität des Ensembles zuzuschreiben, mit dem Herr Kriegenburg bereits drei Mal zusammenarbeitete. Ich freue mich mit dem Ensemble und für das Ensemble auf eine kreative Arbeit mit Kontinuität auf höchstem Niveau.“
2027 Operndebüt in Meiningen
Der Abschied von Meiningen wird für Andreas Kriegenburg nach der jüngsten Produktion von „Die Wildente“ nur ein kurzer sein. In der Doppelfunktion als Regisseur und Ausstatter wird er sich in der Spielzeit 2026/27 in Meiningen mit Saint-Saëns „Henry VIII.“ auseinandersetzen und damit sein Operndebüt am Haus geben.
Andreas Kriegenburg wurde 1963 in Magdeburg geboren und absolviert zunächst eine Ausbildung zum Modelltischler. Seine Theaterlaufbahn beginnt als Tischler und Techniker im Theater seiner Heimatstadt, später wird er Regieassistent und übernimmt schließlich erste Regiearbeiten. Als Hausregisseur bzw. Oberspielleiter ist er ab 1991 an der Volksbühne Berlin, dem Staatstheater Hannover, dem Burgtheater Wien, dem Thalia Theater Hamburg und dem Deutschen Theater Berlin tätig. Seit 2016 arbeitet er als freier Regisseur und wurde vielfach von der Fachkritik für seine Produktionen ausgezeichnet.