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Ein Denkmal für Theaterherzog Georg II. von Sachsen-Meiningen

Markus Lüpertz vor seiner Skulptur von Herzog Georg II, Foto: Christina Iberl
© Christina Iberl
Markus Lüpertz vor seiner Skulptur von Herzog Georg II, Foto: Christina Iberl

Er hat ihm ein Denkmal gebaut! 28. März 2026 wurde vor dem Meininger Theatermuseum die Skulptur enthüllt, die Markus Lüpertz von unserem Theaterherzog Georg II. von Sachsen-Meiningen geschaffen hat. Eine Hommage an den Herzog in seiner Verehrung für das Schauspiel, die ihm in der Pose des Julius Caesar zeigt. Shakespeare war bekanntlich der Autor, den Georg II. am meisten schätzte und dessen Werke er vorzugsweise auf die Bühne brachte. Am 2. April 2026 jährt sich der Geburtstag von Georg II. zum 200. Mal.

Ihm verdanken wir das Haus, in dem wir 350 Mitarbeiter aus über über 30 Nationen Theater machen dürfen. Ihm verdanken wir eine unglaubliche Theatergeschichte. Ihm verdanken wir die bezaubernd-absurde Einmaligkeit, dass eine kleine Stadt von wenig mehr als 20.000 Einwohnern rund 1000 Theaterplätze an drei Spielstätten hat. Wir spielen rund 550 Mal pro Spielzeit für Sie und fragen uns bei 87 Prozent Auslastung und 3200 Abonnenten manchmal leise selber, wo all die wunderbaren Menschen herkommen, die so gerne und so oft ins Theater gehen!

Danke Georg, danke Markus Lüpertz und danke liebes Publikum!


Mit „La Bohème“ nahm eine besondere Verbindung im Jahr 2021 ihren Anfang: Meiningen und Markus Lüpertz. Einer der bedeutendsten Maler und Bildhauer unserer Zeit macht Theater in der Theaterstadt. Nun hat der Regisseur, Bühnen- und Kostümbildner mit „Das Rheingold“ Ende März erneut in Meiningen Premiere gefeiert. Die Oper ist aber nicht das Einzige, das Markus Lüpertz in diesem Jubiläumsjahr mit Meiningen verbindet. Er hat eine Bronzeskulptur erschaffen, 2,20 Meter groß, die Herzog Georg II. zeigt und nun ihren Platz vor dem Theatermuseum gefunden hat.

Herr Lüpertz, was hat Sie zur Skulptur von Herzog Georg II. inspiriert?
Der Mann ist in verschiedener Weise immer präsent im Staatstheater Meiningen – als Begründer, als Regisseur, als Finanzier. Das große Bild von ihm hängt im Foyer. Er ist eine Legende, die für mich eine immer noch erstaunliche Präsenz hat in dieser Stadt. Und natürlich weiß man auch, wie er ausgesehen hat. Daraus habe ich versucht, einen Helden zu formen. Er wird in einer Pose, in der Rolle seiner Lieblingsfigur Julius Caesar, dargestellt.


Was finden Sie interessant an Herzog Georg II.?
Er war ein Fantast. Er träumte vom Theater und hat sich diesen Traum erfüllt! Höchst erfolgreich obendrein, es kamen berühmte Leute, um hier zu arbeiten. Damit hat er in Meiningen ein kulturelles Zentrum geschaffen und das ist von höchstem Verdienst. Diese Stadt ist eigentlich dieses Theater.