Götz-Friedrich-Preis für „Cardillac“ in der Regie von Giulia Giammona
„Cardillac“ mit Preis für Musiktheaterregie gewürdigt
Giulia Giammona erhält den Götz-Friedrich-Preis für ihre Inszenierung von „Cardillac“ am Staatstheater Meiningen
Der Götz-Friedrich-Preis für die Spielzeit 2025/26 geht an Giulia Giammona für ihre Inszenierung von Paul Hindemiths „Cardillac“ am Staatstheater Meiningen und an Elena Maria Artisi für Donizettis „Lucia di Lammermoor“ am Theater Altenburg Gera. Angesichts zweier gleichermaßen überzeugender Produktionen hat sich die Jury in diesem Jahr erstmals dafür entschieden, zwei Preisträgerinnen zu küren. Die Verleihung der mit 5.000 Euro dotierten Auszeichnung findet am 19. November 2026 in der Deutschen Oper Berlin statt.
Jörg Königsdorf, Chefdramaturg Deutsche Oper Berlin und Mitglied der Jury: „Giulia Giammonas Inszenierung von Hindemiths ‚Cardillac‘ überzeugte die Jury, weil hier durch das Ineinandergreifen von handwerklicher Präzision und erzählerischer Fantasie ein fesselnder Musiktheaterabend gelingt. In einem beeindruckend wandlungsfähigen Bühnenbild schafft Giammona Raum für die intimeren Szenen des Werks, macht aber auch die fiebrige Grundstimmung der Entstehungszeit dieser Oper in den 1920er-Jahren auf plastische Weise anschaulich. Die Vergabe des diesjährigen Götz-Friedrich-Preises an Giulia Giammona und an Elena Artisi, die für Ihre Inszenierung von ‚Lucia di Lammermoor‘ Theater Altenburg Gera ausgezeichnet wurde, unterstreicht einmal mehr die Bedeutung der vielfältigen Theaterlandschaft Thüringen für die Entwicklung herausragender künstlerischer Begabungen.“

Giulia Giammona, Foto: Bernhard Landen
Jens Neundorff von Enzberg, Intendant und Operndirektor des Staatstheaters Meiningen: „Ich freue mich sehr für Giulia Giammona und ihr Team, aber auch für unser Haus, das Staatstheater Meiningen, dass wir so eine Produktion ermöglicht haben. Es ist wunderbar, dass ein solcher Preis mit so einem unbekannten Stück gewonnen wurde.“
Seit über fünfundzwanzig Jahren ist der Götz-Friedrich-Preis eine der wichtigsten Einrichtungen zur Förderung herausragender Begabungen im Bereich der Musiktheaterregie. Benannt ist der Preis nach dem früheren Generalintendanten und Chefregisseur der Deutschen Oper Berlin und berücksichtigt Neuinszenierungen von Opernregisseurinnen und -regisseuren im Alter bis 35 Jahren. Zu den bisherigen Preisträgern gehört auch Eva-Maria Höckmayr, die aktuell am Staatstheater Meiningen die „Historia Johann D. Fausten“ von Alfred Schnittke inszeniert.
Herzlichen Glückwunsch!