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Internationaler Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust | 27.01.

Historische Ansicht des „Ghettohauses“ in der Meininger Sachsenstraße. Foto: Stadtarchiv Meiningen
© Christina Iberl
Historische Ansicht des „Ghettohauses“ in der Meininger Sachsenstraße. Foto: Stadtarchiv Meiningen

Wo die Nacht beginnt

Zum Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust, dem 27. Januar, präsentieren die Schauspieler Anja Lenßen und John Wesley Zielmann die szenische Lesung „Eichmann – wo die Nacht beginnt“ in den Kammerspielen.
Es handelt sich dabei um ein fiktives Interview der Philosophin und Politikwissenschaftlerin Hannah Arendt mit Adolf Eichmann, der die Ausrottung von Millionen von Juden geplant, strukturiert und damit möglich gemacht hatte. 1960 wird er in Argentinien verhaftet und in Israel vor Gericht gestellt.

Stefano Massini schöpft aus den Protokollen der Verhöre in Jerusalem, aus den Gerichtsverhandlungen, aus der Geschichtsschreibung sowie aus Arendts Essays. Er schafft daraus einen intensiven Dialog grausamer, beispielloser Macht und eröffnet Schritt für Schritt eine überraschende Perspektive: Eichmann, das Monster, kommt als erschreckend durchschnittlicher Mann daher.

Katja Stoppa, Schauspieldramaturgin

Termin: DI, 27.01.2026, 17.00 Uhr – Kammerspiele, Eintritt frei
Kooperation mit der Stadt Meiningen