Woche der jungen Regie: Festival vom 20.-26.03.2026
Regieabsolventen aus dem gesamten deutschsprachigen Raum zeigen ihre Abschlussinszenierungen bei einem Festival
Meiningen hat Theatergeschichte geschrieben. Die Entwicklung des heutigen Regie- und Ensembletheaters hat durch Theaterherzog Georg II. einen wichtigen Impuls erhalten. Grund genug, um im Jubiläumsjahr ein Festival für junge Regie auszurichten. Im gesamten deutschsprachigen Raum gibt es heute Ausbildungsstätten für Regie. Neben der vielleicht renommiertesten Ernst-Busch-Schule in Berlin oder dem Max-Reinhardt-Seminar in Wien auch in Hamburg, Frankfurt, München ... Unser Festival zeigt eine Auswahl von innovativen und herausragenden Abschlussinszenierungen von Regieabsolventen. Was bedeutet Regieführen heute? Wie hat sich das Berufsbild verändert? Welche Themen und Ästhetiken sind für die heutige Regiegeneration prägend und wichtig? Im Rahmenprogramm gibt es Workshops, Masterclasses und viele Möglichkeiten zu Begegnung, Diskussion und Austausch.
Aufbruch in Abgründe
Im März in Meiningen: die jüngste Generation Regieführender
200 Jahre Theaterherzog Georg II. und seine Meininger Prinzipien, einer der Ausgangspunkte, auf die sich das zeitgenössische Regietheater immer noch bezieht, geben Anlass, nach Grundlagen und Perspektiven der Theaterregie zu fragen und sie zu feiern. Das Festival „Woche der jungen Regie“, das vom 20. bis 26. März 2026 am Staatstheater Meiningen auf dem Spielplan steht, lädt Regiestudierende von Theaterhochschulen des gesamten deutschsprachigen Raums ein, ihre Inszenierungen in den Kammerspielen zu zeigen.
Hier werden sie ins Gespräch kommen mit anderen Studierenden, Theaterschaffenden und dem Publikum. In Workshops, bei Impulsen und einer Masterclass reden sie über ihre Inszenierungen, deren Ausgangspunkte, die Entstehungsprozesse und ihre Wirkung. Und das alles nicht in Konkurrenz zueinander, sondern im Austausch miteinander über alles, was sie als zukünftige Theatermachende trennt, aber vor allem auch verbindet.
Aus vierzig Bewerbungen von allen Regieinstituten in Deutschland, Österreich und in der Schweiz – also aus Berlin, Bochum, Essen, Frankfurt, Gießen, Hamburg, Hildesheim, Ludwigsburg, München, Wien, Zürich – hat die Auswahljury bestehend aus Schauspieldirektor Frank Behnke, den Schauspieldramaturginnen Katja Stoppa und Deborah Ziegler und Kurator Ronny Jakubaschk sechs Inszenierungen eingeladen, die als Gastspiele in der Märzwoche in Meiningen gezeigt werden.
Die inhaltliche und ästhetische Bandbreite reicht von „Kostja“, einem Dialog zwischen dem Spieler und seinem Avatar über das Leben nach dem Tod, über „Ottosottosottosmops“, einer dadaistisch anmutenden Revue über die Poetik im Leben und Schaffen von Friederike Mayröcker und Ernst Jandl, bis zu „Being Jonas Weber“, einer Stückentwicklung über das Paradox gleichen Namens, aber völlig unterschiedlicher Lebenswege und -ansichten zu sein.
Weiterhin gibt es die ambitionierten Uraufführungen „Aileen“, „Die Hölle ist leer“ und „Keine Hoffnung, Baby!“ – selbst geschriebene oder entwickelte Stücke mit großem Ensemble, die sich mit dem Leben einer Serienmörderin, Erinnerungskultur und dem Hoffen auf Ewigkeit angesichts einer untergehenden Welt beschäftigen.
Neben einer spürbar fokussierten inhaltlichen Ambition überzeugten die eingeladenen Arbeiten durch ausgeprägtes handwerkliches Geschick, den souveränen Umgang mit den gewählten Mitteln und Medien und dem Mut zum Risiko, sich persönlich in der eigenen Regiearbeit sehr lesbar zu machen. Am Ende der Woche werden ein Publikumspreis und der Preis einer Schülerjury vergeben. Eine Preisjury vergibt als besondere Würdigung das Engagement für eine Gastregie im Schauspiel am Staatstheater Meiningen.
Für die Schirmherrschaft des Festivals konnten wir den Ministerpräsidenten des Freistaates Thüringen, Professor Doktor Mario Voigt, gewinnen. Die „Woche der jungen Regie“ wird unterstützt von einer großzügigen Spende der Meininger Theaterstiftung.
Ronny Jakubaschk, Festival-Kurator
Festivalprogramm
Fr., 20.03.2026, 19.30 Uhr, Kammerspiele: Kostja
Sa., 21.03.2026, 19.30 Uhr, Kammerspiele: Being Jonas Weber
So., 22.03.2026, 19.30 Uhr, Kammerspiele: Ottosottosottosmops
Di., 24.03.2026, 19.30 Uhr, Kammerspiele: Aileen
Mi., 25.03.2026, 19.30 Uhr, Kammerspiele: Die Hölle ist leer
Do., 26.03.206, 19.30 Uhr, Kammerspiele: Keine Hoffnung, Baby!
Zusatzprogramm in den Kammerspielen:
Fr., 20.03.2026
•17.30 Uhr Festivaleröffnung
•21.00 Uhr „It’s Partytime“ Eintritt frei
Do., 26.03.2026
•21.30 Uhr öffentliche Diskussion und Preisverleihung
•22.30 Uhr „It’s Partytime“ Eintritt frei
Einzeltickets: 15 € (ermäßigt für Schüler, Azubis und Studierende: 7,50€)
Festivalpass für alle 6 Vorstellungen: 60 €
Stückeinführung und Gespräch mit dem Regieteam je 45 Minuten vor Vorstellungsbeginn
Publikumsgespräch mit den Beteiligten der Produktion im Anschluss an jedes Gastspiel.
Mit freundlicher Unterstützung der Meininger Theaterstiftung.