Helmut Stürmer †
Musiktheater › Ausstattung – Bühne
Geboren in Temeswar in Rumänien, studierte Helmut Stürmer an der Nicolae-Grigorescu-Academy of the Arts in Bukarest bei Professor Paul Bortnovski. Dort wirkte er am Teatrul Bulandra von 1968 bis 1977 als Bühnenbildner. Weitere Stationen in Stuttgart, Frankfurt, Hamburg und Leipzig folgten, ebenso bei den Wiener Festwochen, am Wiener Burgtheater und an den Opernhäusern in Basel, Karlsruhe und Nürnberg, wo er mit Regisseuren wie Andrei Serban, Leander Hausmann, Konstanze Lauterbach und Max Emanuel Cencic arbeitete. Neben zahlreichen Ausstattungen für Theater- und Opernprojekte entwarf er Set-Designs für mehr als zehn Filme.
1998 kehrte er nach Rumänien zurück, wo er 2007 mit einer Ausstellung seiner Werke in Sibiu geehrt wurde. Zu seinen zahlreichen Auszeichnungen zählen der erste Preis der Romanian Artists’ Association für das beste Bühnenbild 1974 und eine Nominierung als Designer of the Year 2004. Er gewann den Preis für das beste Bühnenbild beim Ungarischen Theater Festival Pécs für Shakespeares „Troilus und Cressida“ in der Regie von Silviu Purcarete und den Preis der Rumänischen Theatergewerkschaft für das beste Bühnenbild 2007/08 für Goethes „Faust“.
Weitere Arbeiten Helmut Stürmers umfassen die Bühnenbilder zu Tschechows „Drei Schwestern“ am Théâtre de l’Union in Limoges, Euripides’ „Die Bakchen“ am Wiener Burgtheater, Aischylos’ „Oresteia“ am Norske Teatret Oslo, Rachmaninows Opern „Francesca da Rimini“ und „Aleko“ am Teatro Colón in Buenos Aires und „Artaserse“ von Leonardo Vinci an der Opéra National de Lorraine und an der Opéra Royal de Versailles.
Zudem schuf er die Kostüm- und Bühnendesigns für Ionescus „Macbeth“ der Royal Shakespeare Company, Goethes „Faust“ in Sibiu (Rumänien), und Eötvös’ „Love and other Demons“ beim Glyndebourne Festival, das auch am Lithuanian National Opera House Vilnius, an der Oper Köln und an der Opéra du Rhin Strasbourg gezeigt wurde. Bei Bayreuth Baroque schuf er zuletzt die Bühnenbilder zu Händels „Flavio“ und Cavallis „Pompeo Magno“. Auch das Bühnenbild zu Händels „Floridante“ hat er gestaltet, bevor er am 21. Oktober 2025 verstarb.
In dieser Spielzeit
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Bühne
Dramma per musica in drei Akten von Georg Friedrich Händel
Libretto von Nicola Francesco Haym
