Michele Taborelli
Der italienische Bühnenbildner Michele Taborelli wurde in Mailand geboren. Er studierte Klavier am Konservatorium G. Cantelli in Novara sowie Architektur an der Architekturakademie von Mendrisio bei Professor Mario Botta. Während seines Studiums entwickelte er ein besonderes Interesse an der Beziehung zwischen Klang und Raum. Nach ersten Erfahrungen im Filmbereich mit dem Regisseur Marco Bellocchio war er an Opernhäusern in Europa wie dem Teatro alla Scala, die Bayerische Staatsoper, De Nationale Opera in Amsterdam, der Opéra National de Paris sowie die Oper Graz tätig, wo er mit verschiedenen Bühnenbildnern und Regisseuren zusammenarbeitete. Im November 2023 gab er sein Debüt außerhalb Europas als Bühnenbildmitarbeiter des Künstlers Anish Kapoor bei Verdis „Simon Boccanegra“ in der Regie von Pierre Audi am New National Theatre in Tokio. Für Pierre Audi entwarf er außerdem das Bühnenbild von Verdis „Macbeth“ für die Eröffnung des Festival Verdi 2024 in Parma.
Eine enge künstlerische Zusammenarbeit verbindet ihm mit der italienische Regisseurin Silvia Costa, für die unter anderem die Bühnenbilder für Boesmans’ „Julie“ an der Opéra National de Lorraine, Brittens „L’Arche de Noé“ an der Opéra de Lyon, Monteverdis „L’Orfeo“ an der Oper Hannover, „The Timeless Moment“ an der Staatsoper Unter den Linden, „L’Autre Voyage: d’àpres Schubert“ an der Pariser Opéra-Comique, Shakespeares „Macbeth“ an der Pariser Comédie-Française, Verdis „Otello“ an der Staatsoper Stuttgart sowie Berlioz’ „La Damnation de Faust“ am Pariser Théâtre des Champs-Élysées entwarf.
Neben seiner Tätigkeit im Theaterbereich entwickelt er Projekte in den Bereichen künstlerische Leitung, Ausstellungsgestaltung und Film. Sein Kurzfilm „Giocheranno …“ wurde an der 68. Locarno Filmfestspiele aufgeführt.
In der nächsten Spielzeit
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Bühne
Oper in drei Akten und einem Epilog von Alfred Schnittke
Text von Jörg Morgener und Alfred Schnittke
