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Nicholas Tamagna

Foto: Dario Acosta

Foto: Dario Acosta

Nicholas Tamagna ist ein international gefeierter amerikanisch-italienischer Countertenor, der vor allem im barocken Repertoire für seine mitreißende Bühnenpräsenz und stimmliche Beweglichkeit gerühmt wird. Von der New York Times für seinen „vollen, runden Ton“ gelobt, hat er mit seinen Interpretationen von Händel, Gluck und Monteverdi Barockrollen an bedeutenden Häusern und Festivals zum Leben erweckt – darunter das Theater an der Wien, die Metropolitan Opera, die San Francisco Opera und die Händel-Festspiele in Göttingen, Halle und Karlsruhe sowie Bayreuth Baroque. Auch an der Wiener Staatsoper war er zu erleben. 

Tamagna hat viele der ikonischsten Rollen des Fachs verkörpert, darunter Rinaldo und Goffredo („Rinaldo“), Giulio Cesare, Tolomeo und Nireno („Giulio Cesare“), Polinesso („Ariodante“), Ruggiero („Alcina“), Athamas („Semele“), Dardano („Amadigi“), Arsace („Partenope“) sowie Narciso und Ottone („Agrippina“). Er arbeitete mit Ensembles wie Les Talens Lyriques, der Lautten Compagney Berlin, {oh!} Orkiestra Historyczna und Armonia Atenea. Zu seinen herausragenden Auftritten zählen Tolomeo bei den Göttinger Händel-Festspielen und an der Warschauer Kammeroper, sein Hausdebüt an der Metropolitan Opera als Narciso in „Agrippina“ kurz vor der Pandemie sowie Armindo in „Partenope“ an der San Francisco Opera. 

In der Saison 2026/27 wirkt Tamagna in „Live on Tape“ mit, einem Konzeptstück, das Tanz und barocke Musik mit dem Concerto Copenhagen und dem Kammerballetten in Kopenhagen vereint; er gestaltet den Guido in Händels „Flavio“ in der Regie von Max Emanuel Cencic am Staatstheater Meiningen; singt den Tolomeo in „Giulio Cesare“ an der Warschauer Kammeroper; und ist in „La Serenata dei Delitti“ zu erleben. Zu den jüngsten Höhepunkten zählen die Titelpartie in „Giulio Cesare in Egitto“ am Teatro Petruzzelli in Bari, Timagene in Leonardo Vincis „Alessandro nell’Indie“ am Theater an der Wien (kuratiert von Max Emanuel Cencic), La Befana in Gassmanns „L’opera seria“ am Theater an der Wien in einer Neuinszenierung von Laurent Pelly unter der Leitung von Christophe Rousset sowie Rinaldo mit der Lautten Compagney in Bad Lauchstädt. 

Als engagierter Verfechter der Neuen Musik ist Tamagna insbesondere für seine Verkörperung des Refugee in Jonathan Doves „Flight“ bekannt, die er in den USA und in Deutschland mit großem Erfolg gesungen hat, sowie für die deutsche Erstaufführung und die Wiederaufnahme 2026 von „The Itch“ am Badischen Staatstheater Karlsruhe. Zahlreiche zeitgenössische Werke wurden für seine Stimme geschrieben und von ihm uraufgeführt. 

Seine Diskografie umfasst die preisgekrönte Einspielung von Leonardo Vincis „Gismondo, re di Polonia“ (Parnassus Arts Productions), „Sultans of the Opera“ mit dem Pera Ensemble und „Donne all’Opera“ mit dem ENEA Barock Orchestra. 

Tamagna lebt in Norddeutschland und ist Mitbegründer und Künstlerischer Leiter des Forum Neue Kunst, mit dem er interdisziplinäres Musiktheater und neue Festivalformate in der Region Oldenburg entwickelt. Der gebürtige New Yorker und Doppelbürger der USA und Italiens hält einen Master of Arts und einen Bachelor of Arts in Musik und ist zudem als Regisseur und Gesangspädagoge tätig. Er ist Preisträger des Nico Castel International Mastersinger Competition 2011.

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