Staatstheater Meiningen
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4. Sinfoniekonzert

»Jazz-Impressionen«

mit Werken von Schostakowitsch, Schulhoff, Bernstein und Gershwin


Dmitri Schostakowitsch: Jazz Suite Nr. 2
Erwin Schulhoff: Hot-Sonate
Leonard Bernstein: Divertimento
George Gershwin: „Ein Amerikaner in Paris“

Musikalische Leitung: Chin-Chao Lin


Solist: Fabian Pablo Müller (Saxophon)


Meininger Hofkapelle

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Pressestimmen

Ist heute „cool“ angesagt, wollte man in den 1920er und 1930er Jahren „hot“ sein. Das galt auch in der Musik. Endlich hatte das an alter Tradition arme Amerika etwas Eigenständiges zu bieten: den Jazz. In Europa merkten einige Komponisten, dass neben der radikalen Entschlackung der Spätromantik auch die Unterhaltung ihren Platz braucht. Auf verschiedenste Weise versuchten sie, „heiße“ Rhythmen in ihre Werke zu integrieren und so ein erstes „Jazz meets Klassik“ zu kreieren. Vier solcher Vertreter kommen im 4. Sinfoniekonzert zu Gehör.

Den Anfang macht Dmitri Schostakowitschs Jazz-Suite Nr. 2 von 1928. Wer sich heute mit Schostakowitsch auseinandersetzt, kennt ihn vor allem als abgründig-makabren Beobachter seiner Zeit und Regimekritiker. Dass er sich auch gern der heiteren Muse verschrieb, wissen die Wenigsten. Im gleichen Jahr komponierte der gebürtige Tscheche Erwin Schulhoff seine „Hot-Sonate“, hier in einer Bearbeitung für Saxophon und Orchester mit dem international tätigen Fabian Pablo Müller. In den wilden 1920ern galt Schulhoff als Enfant terrible der Moderne – sein Tod in einem bayerischen KZ 1942 ließ ihn zu Unrecht in Vergessenheit geraten. Mit Leonard Bernstein und George Gershwin im zweiten Teil stehen die beiden bedeutendsten amerikanischen Komponisten auf dem Programm. Bernsteins „Divertimento“ von 1980 war ein Geschenk zum 100. Geburtstag an sein „Boston Symphony Orchstra“. Zum Abschluss schlendert der Amerikaner Gershwin amüsiert und befremdet durch das Paris von 1938.