Biermann - Drachentöter
Ein Deutschlandabend mit Liedern und Texten von Wolf Biermann in einer Fassung von Martin Heckmanns
Uraufführung
Grenzgänger zwischen West und Ost und der bedeutendste deutsch-deutsche Liedermacher: Wolf Biermann, der einfache Mann, der mit seiner Gitarre einen ganzen Staat ins Wanken gebracht hat. Das klingt wie ein Märchen. „Drachentöter“ nennt sich Biermann auch gern selbst. Sein Vater, Jude und Kommunist, wurde in Ausschwitz ermordet. Als Kind entkam er dem Feuersturm in seiner Heimatstadt Hamburg. Als überzeugter Kommunist ging er 1953 in die DDR. Früh kam er in Konflikt mit der Staatsführung, Schikanen und ein totales Auftrittsund Publikationsverbot sowie eine komplette Überwachung seiner Person und seines Wirkens folgten. Nur seine große Bekanntheit schützte ihn vor der Verhaftung. 1976 folgte dann die Ausbürgerung, die bis heute als Menetekel für den Anfang vom Ende der DDR gilt.
Der Dramatiker Martin Heckmanns ist seit früher Jugend Hörer und Leser von Wolf Biermanns Werk. Aus Texten und Liedern sowie Szenen aus dessen Leben entsteht ein collagiertes Porträt und zeitgeschichtliches Deutschland-Panorama, das bis in die Gegenwart reicht und dabei auch die Frage nach den heutigen Drachen stellt. Biermanns Schwert ist jedenfalls noch nicht eingerostet.
gefördert vom Deutschen Literaturfonds e.V.
Hinweis für Ihren Theaterbesuch: In der Inszenierung kommt ein Stroboskopeffekt zum Einsatz. Die Ringschleifen-Anlage für schwerhörige Gäste kann bei dieser Produktion aus technischen Gründen leider nicht zum Einsatz kommen.
Regie: Frank Behnke
Musikalische Leitung: Lukas Umlauft
Bühne: Ralph Zeger
Kostüme: Cornelia Kraske
Dramaturgie: Deborah Ziegler
Tagesbesetzung
(10.04.2026, 19:30)Wolf / Biermann / Autobiograph: Ensemble
Drachentöter, Historiker, Willi Köhler, Abteilung Kultur, Erich Honecker, Walter Ulbricht, Ministerium für Staatssicherheit, Offizier, Jürgen Fuchs, Manés Sperber: Gunnar Blume
Historiker, Margot Honecker, Ministerium für Staatssicherheit, Sarah Kirsch, Klaus Schlesinger, Mitglieder des Staatsschauspiel Dresden: Louise Debatin
Historiker, Ministerium für Staatssicherheit, Jurek Becker, Nazi: Leo Goldberg
Vater Dagobert, Historiker, Schuldirektor Ewers, Stephan Hermlin, Manfred Krug, Horst Sindermann, Albert Norden, Ministerium für Staatssicherheit, Bernhard Wurl: Michael Jeske
Mutter Emma, Historiker, Helene Weigel, Fritz Cremer, Eva Maria Hagen, Paul Verner, Christa Wolf, Ministerium für Staatssicherheit: Ulrike Knobloch
Wache, Historiker, Klaus Höpcke, Ministerium für Staatssicherheit, Stefan Heym: Paul Maximilian Schulze
Johannes R. Becher, Historiker, Offizier, Funktionär, Willi Lewin, Ministerium für Staatssicherheit, Werner Lamberz: Lukas Umlauft
Band, Gesang: Ensemble