Das Rheingold
Vorabend zum Bühnenfestspiel „Der Ring des Nibelungen“ von Richard Wagner,
Dichtung vom Komponisten
In deutscher Sprache mit deutschen Übertiteln
Wiederaufnahme in der Spielzeit 2026/27!
Termine: 19.12.2026 | 07.01.2027 | 14.02.2027 | 29.03.2027 | 19.05.2027
Karten sind ab dem 27.04.2026 online sowie über die Theaterkasse erhältlich.
Richard Wagner schuf „Das Rheingold“ inmitten gewaltiger politischer Umbrüche in Europa. Er entwarf die Geschichte einer gesellschaftlichen Neuordnung und deren Gefährdung durch Habgier und Machtstreben – eine zeitkritische Parabel, die bis heute aktuell ist. 1869 in München uraufgeführt, stellt „Das Rheingold“ als in sich geschlossene Geschichte schon sämtliche Fragen nach Recht und Unrecht, alter und neuer Ordnung, die schließlich zum finalen Weltenbrand führen.
Von Beginn an türmt sich in „Das Rheingold“ Unrecht auf Unrecht. Göttervater Wotan verlangt es nach dem aus dem geraubten Gold geschmiedeten Ring, der dem, der ihn besitzt, zu unermesslicher Macht verhilft. Entgegen seiner von ihm geschaffenen Gesetze raubt er dem Goldräuber Alberich den Ring. Doch Alberich belegt den Ring mit einem Fluch: Der, der ihn besitzt, werde unglücklich und zerfressen von Gier nach dem, was er nicht haben darf. Beim Einzug der Götter in Walhall beginnt Wotan zu ahnen, dass dies der Anfang vom Untergang ist.
Markus Lüpertz, einer der bekanntesten zeitgenössischen Maler Deutschlands, ist zum dritten Mal in Meiningen.
Tipp: Limitierte, handsignierte Kunstdrucke von Markus Lüpertz mit Rheingold-Motiven sind bei den Vorstellungen und an der Theaterkasse erhältlich.
Hinweis für Ihren Theaterbesuch: In der Inszenierung kommt ein Stroboskopeffekt zum Einsatz.
Musikalische Leitung: GMD Killian Farrell
Regie, Bühne, Kostüme: Markus Lüpertz
Persönliche Regieassistenz: Ulduz Ashraf Gandomi
Umsetzung Kostüme, Ausstattungsassistenz: Almut Echtler
Dramaturgie: Matthias Heilmann
Tagesbesetzung
(05.04.2026, 18:00)Wotan: David Steffens
Donner: Johannes Mooser
Froh: Garrett Evers
Loge: John Heuzenroeder
Fricka: Abongile Fumba
Freia: Lubov Karetnikova
Erda: Tamta Tarielashvili
Alberich: Boaz Daniel
Mime: Tobias Glagau
Fasolt: Keith Klein
Fafner: Selcuk Hakan Tiraşoğlu
Woglinde: Monika Reinhard
Wellgunde: Hannah Gries
Floßhilde: Marianne Schechtel
Statisterie des Staatstheaters Meiningen
Kinderstatisterie
Termine
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Pressestimmen
Lüpertz entwirft Fantasy-Welten von irisierender Schönheit und erzählt den in sich abgeschlossenen Teil Eins der „Ring“-Tetralogie in Bildern, durchaus märchenhaft und malerisch auf höchstem Niveau. (…) So bringt der Maler mit manchem Detail einen feinen Humor in Anschlag und unterläuft die Brutalität des Wagner-Dramas mitunter gar mit sardonischem Spaß. (…) All diese Lüpertz‘schen Bilder sind eine Augenweide.
Thüringer Allgemeine, Wolfgang Hirsch, 28.03.2026
Es gibt prachtvolle Prospekte, expressiv und mit vitalem Schwung, jeder Strich von Lüpertz selbst gemalt. (…) Farrell hat in jeder Sekunde das Geschehen im Griff, wählt rasante Tempi, ohne zu überziehen, meidet Pathos und entfesselt doch enorme Schlagkraft. Und er hat penibel mit dem Ensemble gearbeitet, das durch die Bank famos ist und niemals schleppt. Herausragend: David Steffens markanter, wohlklingender Wotan, Boaz Daniels geifernder, plastisch formulierender Alberich und John Heuzenröders gestochen klarer, endlich einmal nicht chargierender Loge.
Rheinische Post, Regine Müller, 30.03.2026
Die Regie lässt Raum, die Stimmen sind göttlich. Generalmusikdirektor Killian Farrell glüht hörbar für seinen Part.
Badische Neuestes Nachrichten, Dorothee Baer-Bogenschütz, 30.03.2026
Killian Farrell koordiniert diese Fluten nicht nur mit der Meininger Hofkapelle, er lässt im Orchester, die Emotionen brodeln, zeichnet konturscharfe Verläufe, steigert den Strom und fügt kantilene Bläser ein – sagenhaft, was sich hier an Klang entwickelt!
Dresdner Neueste Nachrichten, Wolfram Quellmalz, 30.03.2026
Markus Lüpertz klangmalt wieder am Meininger Theater – diesmal Wagners „Rheingold“ als Einzelstück. Unter Leitung von Killian Farrell wird daraus ein musikalischer Wurf. (…) Was man hier in Meiningen für diese Produktion mit Verstärkung durch Gäste zusammengestellt hat, kann sich in seiner Ausgewogenheit mit den großen Werkstätten, die derzeit am Ring schmieden, durchaus messen.
Freies Wort, Joachim Lange, 30.03.2026
In Meiningen wird die seltsame alte Geschichte der Götter, die ihrem Ende zueilen, nur von Wagners Musik erzählt. Und vom Ensemble und vom Orchester, brillant und fesselnd bis zum letzten Akkord. Mit verschärfter Dynamik sorgte Farrell für dramatischen Flow, Glanz und Durchsicht. Es wurde durchweg idiomatisch perfekt gesungen. David Steffens ist ein großrahmiger junger Wotan, John Heuzenroeder ein ernsthaft feuriger Loge, Boaz Daniel ein anrührend undämonischer Alberich – um nur einige zu nennen. Großer, nicht enden wollender Jubel.
Rondo-Magazin, Eleonore Büning, 28.03.2026
Dank der kleinen Besetzung im Graben und der ganz und gar unbayreuthisch direkten Akustik erklingen ständig unerhörte, überraschende, entwaffnend klare Passagen, die das Werk komplett neu beleuchten.
Main-Post, Mathias Wiedemann, 30.03.2026
Die malerische Welt von Lüpertz ist zweifellos ein großer Genuss.
nachtkritik.de, Marlene Drexler, 28.03.2026
Die Textverständlichkeit war überragend, die Solisten allesamt wie entfesselt. (…) Dirigent Killian Farrell drehte orchestral mächtig auf und schaffte trotzdem das Paradox der Wortverständlichkeit.
BR Klassik, Peter Jungblut, 28.03.2026
Es entsteht an diesem primären Abend ein Kasperletheater im positiven Sinne. Viel Ironie – keine Beschädigung der Handlung. (…) Killian Farrell nimmt diese Kasperletheater-Idee musikalisch auf, weil er sich für einen transparenten, schlanken Ton entscheidet, weil er die musikalischen Motive schön herausarbeitet.
MDR Kultur, Stefan Petraschewsky, 29.03.2026
Worauf die Lüpertzsche Bilderwelt hinaus will, enthüllt sich spätestens in Nibelheim. Rückwärtiger Prospekt, Gasse und Soffitten greifen Grundelemente der Kulissenbühne auf. Malerisch aber sind sie heutig. Lüpertz‘ Stil ist sofort identifizierbar.
Concerti.de, Michael Kaminski. 28.03.2026
Seine Inszenierung dominiert eine plastische Bildsprache. Die Bühne wirkt wie eine Galerie mit begehbaren Gemälden. (…) Das Meininger Staatstheater hat mit der Premiere von Richard Wagners Das Rheingold ein optisches und musikalisches Ausrufezeichen gesetzt.
O-Ton, Andreas Hölscher, 29.03.2026
Markus Lüpertz erschuf eine abstrakte Wunderwelt mit kräftigen Farben und Formen und würzt den sagenhaften Stoff mit Skurrilem und Komik, ohne ihn der Lächerlichkeit oder Gewöhnlichkeit preiszugeben. (…) Selbst wer bislang kein Wagnerfan war, könnte nach Killian Farrells hochsensibler Rheingold-interpretation süchtig werden.
Der Opernfreund, Inge Kutsche, 29.03.2029
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