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Die Affäre Rue de Lourcine

Komödie von Eugène Labiche
Deutsch von Elfriede Jelinek


Klassischer Fall von Filmriss: Als der völlig verkaterte Lenglumé nach einem Klassentreffen morgens aufwacht, findet er zu seiner Überraschung den ehemaligen Schulkameraden Mistingue neben sich. Die beiden arrivierten Pariser Bürger waren gemeinsam auf Sauftour, so viel ist sicher. Doch wie erklären sich die Kohlenstücke in ihren Hosentaschen? Sollten sie etwa die junge Kohlenträgerin auf dem Gewissen haben, die laut Zeitungsbericht ermordet wurde? Sämtliche Indizien deuten darauf hin. Wenn Lenglumé und Mistingue nicht im Gefängnis landen wollen, bleibt ihnen nur die Flucht außer Landes. Und sämtliche Zeugen müssen aus dem Weg geräumt werden. In grotesker Verzweiflung trachten sie schließlich einander sogar nach dem Leben ...

Der französische Erfolgsautor Eugène Labiche (1815 – 1888), der König des Boulevardtheaters, entlarvt in seiner grandiosen Kriminal-Komödie die Anstrengungen der Bourgeoisie, die bürgerliche Fassade aufrechtzuhalten. Immer absurdere Wendungen nimmt die Handlung, immer stärker zieht der Autor die Schraube an.
Das Stück wird in der Übersetzung von Nobelpreisträgerin Elfriede Jelinek gezeigt, die auch die musikalischen Couplet-Einlagen in ein flottes Deutsch übertragen hat.

Regie: Lydia Bunk

Bühne, Kostüme: Christian Rinke

Dramaturgie: Cornelius Benedikt Edlefsen

Besetzung

(14.04.2024, 19:00)

Lenglumé, Rentier: Lukas Umlauft

Mistingue: Stefan Willi Wang

Potard, Lenglumés Vetter: Daniel Fries

Justin, Bediensteter bei Lenglumé: Leo Goldberg

Norine, Lenglumés Frau: Ulrike Knobloch

Trailer

Pressestimmen

Hat Norine eine kleine Katze, so haben ihr Gatte und sein gar nicht mal so enger Schulfreund, den er vom Ehemaligentreffen in den eigenen Bettkasten schleppte, einen riesigen Kater. Den Durst löschen sie am Nachttopf und an der Blumenvase. Schöne Ideen, auch mit angemessenem Tempo an- und ausgespielt.

Das alles ereignet sich im geschickt gebauten Raumrund von Ausstatter Christian Rinke, mit Baldachin-Bett samt Vorhängen, Ottomane und Waschtisch; an den Wänden setzt sich das vergrößerte Teppichmuster ebenso fort wie auf Justins Livree. So begeben wir uns […] derart mitten in den Vollrausch hinein.

Michael Helbing, Thüringer Allgemeine, 30.01.2024