Die Csárdásfürstin
Operette in drei Akten von Emmerich Kálmán
Text von Leo Stein und Bela Jenbach
In der nächtlichen Glamourwelt des Budapester Varietés lassen die „Mädis vom Chantant“ die Sorgen des Alltags vergessen. Besonders Star-Chansonette Silva Varescu liegen die Männerherzen zu Füßen. Fürstensohn Edwin will sie sogar heiraten. Sein Vater ist dagegen, lässt ihn zum Militär einberufen und arrangiert eine standesgemäße Verlobung mit Comtesse Stasi, Edwins Cousine. Silva erfährt von der geplanten Hochzeit und tritt enttäuscht ihre Amerika-Tournee an. Als sie von dieser zurückkehrt, begegnet sie Edwin wieder und die Liebe entflammt erneut.
Die „Csárdásfürstin“ von Emmerich Kálmán zählt zu den beliebtesten Operetten überhaupt. Bei denberühmten Wiener-Walzer-Melodien, dem schwermütig-schwelgerischen Csárdás und Ohrwurmschlagern wie „Machen wir’s den Schwalben nach“ oder „Ganz ohne Weiber geht die Chose nicht“ glaubt man kaum, dass der Erste Weltkrieg vor der Tür stand. Ursprünglich sollte die Operette 1914 im Johann-Strauß-Theater in Wien uraufgeführt werden, dann brach der Krieg aus und die Theatertüren wurden geschlossen. Ein Jahr später gelangte das Werk trotzdem auf die Bühne. Um der Welt am Rande des Abgrunds zu entkommen, steht in der „Csárdásfürstin“ alles unter dem Motto „Carpe diem“, lebe den Moment, denn: „weißt du, wie lange noch der Globus sich dreht, ob es morgen nicht schon zu spät?“
Musikalische Leitung: Kens Lui
Regie: Dominik Wilgenbus
Choreographie: Tamas Mester
Bühne: Peter Engel
Kostüme: Uschi Haug
Chor: Roman David Rothenaicher
Dramaturgie: Bernhard F. Loges
Tagesbesetzung
(21.03.2026, 19:30)Musikalische Leitung der Vorstellung: Roman David Rothenaicher
Sylva Varescu: Dara Hobbs
Fürst Lippert-Weylersheim: Matthias Herold
Anhilte, seine Frau: Elke Büchner
Edwin, beider Sohn: Garrett Evers
Komtesse Stasi: Hannah Gries
Graf Boni Kánciánu: Tobias Glagau
Feri Bácsi: Tomasz Wija
Oberleutnant von Rohnsdorff: Steffen Köllner
Kiss, Notar: Silvio Wild
MacGrave, Botschafter: Matthias Richter
Groom: Yannik Schiller
Tanzpaar: Antonia Selow, Balázs Szijarto
Chor des Staatstheaters Meiningen
Statisterie des Staatstheaters Meiningen
Es spielt die: Meininger Hofkapelle
Termine
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Termine nächste Spielzeit
Audio
Vorspiel | Die Meininger Hofkapelle
Marsch-Ensemble „Alle sind wir Sünder … Die Mädis vom Chantant“ | Tobias Glagau, Tomasz Wija, Herrenchor
Schwalben-Duett „Machen wir’s den Schwalben nach“ | Monika Reinhard, Garrett Evers
Terzett „Nimm’ Zigeuner deine Geige … Jaj Mamám“ | Emma McNairy, Tobias Glagau, Tomasz Wija
Pressestimmen
Im Meininger Theater hat Emmerich Kálmáns „Csárdásfürstin“ ihren großen Auftritt – und das ganz im brandaktuellen Geist ihrer Entstehungszeit. (…) Die Premieren-Sylva Emma McNairy jedenfalls ist vokal und darstellerisch von Kopf bis Fuß eine überzeugend echte Diva. Garrett Evers bietet als Edwin Verführerschmelz vom Feinsten auf, wenn er um sie wirbt und dann an den Umwegen zu ihr leidet. Als kess sympathische Komtesse Stasi und quirliger Edwin-Freund Graf Boni Kánciánu finden auch Monika Reinhard und Johannes Mooser am Ende zueinander. (…) In ihrer Inszenierung verlassen sich Dominik Wilgenbus (Regie), Peter Engel (Bühne) und Uschi Haug (Kostüme) auf das Stück und liefern den Glanz, den es braucht, um die hier reichlich vertretenen Hits wirkungsvoll in Szene zu setzen.
Freies Wort, Joachim Lange, 09.12.2025
Die Gesellschaft, die sich im Budapester „Orpheum“ des Bühnenbildners Peter Engel verlustiert, inspiriert von den berauschenden Klängen der Meininger Hofkapelle unter Kens Lui, in prächtigen Gewändern von Uschi Haug, die Gesellschaft schwingt sich für eine Endzeitstimmung noch recht ordentlich übers Parkett. Die Damen und Herren des Chores unter Leitung von Roman David Rothenaicher sind nicht nur stimmlich auf der Höhe der Zeit, sondern auch tänzerisch. (…) Ein wohlklingender und charmanter Blick in die doppelbödige Welt der Operette. Lang anhaltender Beifall.
Main-Post, Siggy Seuß, 12.12.2025
Schon die Ouvertüre lässt richtungsweisend Tragik und Melancholie spürbar werden. Eine Tänzerin geistert durch nebelverhangenen Raum. [* ]Kens Lui[ *] [* ]David Rothenaicher[ *]
Der Opernfreund, Inge Kutsche, 07.12.2025
Gegen das polterige Kálmán-Klischee opponiert die [* ]Meininger Hofkapelle[ *]
Concerti, Ronald H. Dippel, 06.12.2025
Die Fahrt nach Meiningen ist immer eine Freude, da mir noch nie vorgekommen ist, dass eine total verhunzte Aufführung geboten wird und ein weiteres kommt dazu, Meiningen hat auch mit seinen Sängerverpflichtungen immer ein mehr als gutes Händchen, so auch bei dieser flotten, spritzigen Operette, die wir an einem Dienstagnachmittag genießen.
Der hervorragend eingestellte und agierende Chor, der mit enormer Spielfreude und Leidenschaft agiert, ist von Roman David Rothenaicher stimmlich toll vorbereitet worden und so macht Operette einfach nur Spaß.
Eine mehr als rollendeckende Besetzung, die zu Recht großen Applaus erhält.
So will man Operette sehen und hören und so macht die alten Dame Operette weiterhin viel Freude.
Der Opernfreund, Manfred Drescher, 26.01.2026
https://deropernfreund.de/staatstheater-meiningen/meiningen-die-csardasfuerstin-emmerich-kalman-2/