Die kleine Hexe
nach dem Kinderbuch von Otfried Preussler
Fassung von John van Düffel
Weihnachtsmärchen ab 6 Jahren
Die kleine Hexe hat einen riesigen Wunsch: Sie will endlich beim Hexentanz auf dem Blocksberg mitmachen! Aber die großen Hexen sind richtig fies. Sie finden, die kleine Hexe ist mit ihren einhundertsiebenundzwanzig Jährchen noch viel zu jung, um mittanzen zu dürfen. Die Oberhexe stellt sie vor eine Prüfung: Genau ein Jahr hat die kleine Hexe Zeit, eine „gute“ Hexe zu werden. Dann darf sie, vielleicht, bei der nächsten Walpurgisnacht dabei sein. Aber was heißt eigentlich: eine „gute“ Hexe?
Die kleine Hexe nimmt die Aufgabe sehr genau. Gemeinsam mit ihrem Raben Abraxas übt und zaubert und hilft sie, wo sie nur kann. Einmal sieht sie ein Blumenmädchen auf dem Markt, das vergeblich Blumen aus Papier anbietet. Ein Zauber später und ein wunderbarer Duft machen die Blumen zum Verkaufsschlager. Einmal hext die kleine Hexe sogar am Freitag, um zwei Geschwistern eine Freude zu machen. Dabei ist freitags hexen eigentlich verboten. Prompt zieht eine schwarze Wolke auf. Ob die böse Gewitterhexe Rumpumpel sie heimlich beobachtet? Egal. Die kleine Hexe tut doch alles, um „gut“ zu werden. Was sollte daran auszusetzen sein?
Otfried Preußlers Kinderbuch verteidigt seit fast siebzig Jahren so konsequent wie erfolgreich die Pespektive der kleinen Erwachsenen. Wenn die Regeln der Großen willkürlich und gemein sind, braucht es vielleicht die Wut der Kleinen, um für das Gute zu sorgen. Schließlich passt auch in eine kleine Hexe ein riesengroßes Herz.