Staatstheater Meiningen
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Die Zauberflöte

Oper in zwei Aufzügen von Wolfgang Amadeus Mozart


Sie ist die beliebteste und meistgespielte deutsche Oper überhaupt: Mozarts „Zauberflöte“. Im Todesjahr des Komponisten 1791 verfasst, kompensiert dieses Bühnenwerk einen Kosmos menschlicher Stärken und Schwächen in höchst poetischer Form. Sie bringt Kinderaugen zum Leuchten, wenn sie sich märchenhaft zeigt, stürzt aber ebenso kühle Analytiker ins Grübeln ob des tieferen philosophischen Sinns. Zerrieben zwischen zwei konträren Mächten kämpfen Menschen um ihren Anspruch auf Liebe und Humanität. Dass Mozart dabei keine Schwarz-Weiß-Malerei betreibt, sondern jeder Figur ein Für und Wider erlaubt, macht die Sache so lebensnah, aber auch enorm kompliziert. Da stehen sich das Reich der hochemotionalen Königin der Nacht und des abgeklärten Sarastro unvereinbar gegenüber; scheinbar vermittelnd versuchen Tamino und Pamina ihrer Zuneigung einen Raum zu geben. Und dann funkt der Vogelfänger Papageno mit seinen sehr irdischen Ansichten ordentlich ins Geschehen der hehren Absichten.


Kooperation mit den Meininger Museen

Der Kauf einer »Zauberflöten«-Karte am Staatstheater Meininger ermöglicht Ihnen den kostenlosen Besuch der Ausstellung »Oskar Kokoschka und Mozarts Zauberflöte«

Mozarts 1791 uraufgeführte Oper „Die Zauberflöte“ zählt seit über 200 Jahren zu den populärsten und zugleich tiefsinnigsten Werken des Musiktheaters. Die Synthese aus ägyptischer Mythologie, freimaurerischem Gedankengut und singspielhaften Elementen hat zu allen Zeiten Künstler aller Disziplinen inspiriert. Als Beispiel unter vielen mögen Goethes Bearbeitung für die Weimarer Inszenierung und seine Entwürfe für einen 2. Teil der Oper gelten, ebenso aber die Paraphrasen von Max Slevogt, die ebenso bekannt geworden sind wie die Bühnenbilder Carl Friedrich Schinkels. Der österreichische Expressionist Oskar Kokoschka (1886–1980) hat sich auf besonderen Wunsch des Dirigenten Wilhelm Furtwängler erstmals 1954/55 mit der Bühne und Ausstattung der Oper beschäftigt. Dieser erfolgreichen Arbeit für die Salzburger Festspiele folgte zehn Jahre später eine zweite Ausstattung der „Zauberflöte“ für das Opernhaus in Genf.

Als Dokumente der Auseinandersetzung des Künstlers mit Mozarts Meisterwerk sind zahlreiche Skizzen, Bühnenbildentwürfe sowie Figurinen erhalten. Im Mittelpunkt steht dabei die von Kokoschka selbst angeregte Reproduktion seines Kartons zum Bühnenvorhang der Inszenierung aus dem Jahr 1965. Die Ausstellung präsentiert Leihgaben aus dem Museum für Kunst und Gewerbe, Hamburg, dem Museum der Moderne, Salzburg, den Theaterwissenschaftlichen Sammlungen Köln sowie aus Privatsammlungen.

Öffentliche Führungen gibt es immer an den Aufführungstagen der „Zauberflöte“ im Staatstheater Meiningen: 17.6., 7.7., 15.7., 24.9. jeweils 17 Uhr, 19.6., 20.9. und 2.10. jeweils um 11 Uhr.

 


Hier finden Sie den ungekürzten Programmhefttext von Uwe Schweikert.

Musikalische Leitung: Harish Shankar/Tamara Lorenzo Gabeiras

Regie, Bühne und Kostüme: Achim Freyer

Szenische Einstudierung und Mitarbeit Regie: Hendrik Müller

Choreinstudierung: Manuel Bethe

Dramaturgie: Prof. Dr. Klaus-Peter Kehr, Claudia Forner

Besetzung

Pamina: Sara-Maria Saalmann

Tamino: Alex Kim/Rafael Helbig-Kostka

Sarastro: Selcuk Hakan Tıraşoğlu/Mikko Järviluoto

Papageno: Johannes Mooser

Papagena: Monika Reinhard

Monostatos: Stan Meus

Königin der Nacht: Laura Braun

1. Dame: Deniz Yetim

2. Dame: Marianne Schechtel

3. Dame: Tamta Tarielashvili

1. Geharnischter/1. Priester: Alex Kim/Rafael Helbig-Kostka/Pedro Arroyo

2. Geharnischter/2. Priester: Tomasz Wija

Sprecher: Mikko Järviluoto/Selcuk Hakan Tıraşoğlu

1. Knabe: Eva Möritz

2. Knabe: Katharina Fulda

3. Knabe: Sophia Greiwe


Chor des Staatstheater Meiningen

Meininger Hofkapelle

Statisterie des Staatstheaters Meiningen

Trailer

Pressestimmen

„Wenn sich Freyer (88) ein Werk vornimmt und dabei für Regie, Bühne und Kostüme seine überbordende Fantasie einsetzt, dann kommt noch jedes Mal ein Gesamtkunstwerk der besonderen Art heraus.“

nmz, Joachim Lange, 19.6.22

 

„Die Inszenierung zeigt, dass die Zauberflöte ein Werk für die ganze Familie ist und daher gut geeignet ist, Opernanfänger oder ein junges Publikum an dieses Genre heranzuführen, ohne ein arriviertes Opernpublikum vor den Kopf zu stoßen.“

O-Ton, Andreas H. Hölscher, 18.6.22

 

„Rafael Helbig-Kostka gibt den Tamino mit sehr lyrischem Ausdruck und tenoralem Schmelz. Seine Bildnisarie singt er mit schlanker Stimmführung und sicheren Höhen […].“

O-Ton, Andreas H. Hölscher, 18.6.22

 

„Sara-Maria Saalmann überzeugt als liebreizende und anmutige Pamina mit glockenhellem Sopran und leuchtenden Höhen.“

O-Ton, Andreas H. Hölscher, 18.6.22

 

„[…] Sara-Maria Saalmann weckt in der Rolle alle Gefühle, zeigt jede Stärke und jede Schwäche, die zu dieser großen Oper gehören.“

Fuldaer Zeitung, Alina Komorek, 20.6.22

 

„Die junge Sopranistin Laura Braun, die an diesem Abend Ihr Rollen- und Bühnendebüt gibt, begeistert als Königin der Nacht. Ihre beiden großen Arien singt sie technisch brillant, die Koloraturen sind makellos, die Höhen dramatisch und ausdrucksstark. Auch ihr Spiel ist geprägt von hoher Intensität. Von Nervosität vor dem ersten großen Auftritt ihrer Karriere ist nichts zu spüren. Chapeau!“

O-Ton, Andreas H. Hölscher, 18.6.22

 

„Johannes Moser wird in der Rolle des Papageno zum Publikumsliebling. So kann er nicht nur seinen edlen Bariton wunderbar zur Geltung bringen, sondern auch seinem komödiantischen Talent freien Lauf lassen.“

O-Ton, Andreas H. Hölscher, 18.6.22

 

„Selcuk Hakan Tıraşoğlu beeindruckt als Sarastro zwar mit kräftigem, wuchtigem Bass und machtvoller Ausstrahlung […]. Seine große Arie In diesen heiligen Hallen gelingt ihm […] ausgesprochen gut.“

O-Ton, Andreas H. Hölscher, 18.6.22

 

„Auch Stan Meus glänzt als Monostatos mit Spielwitz […].“

nmz, Joachim Lange, 19.6.22

 

„In Meiningen sorgten nicht nur das fabelhafte Ensemble, der spielfreudige Chor und natürlich die Hofkapelle unter Leitung von Harish Shankar vokal und musikalisch nach Kräften für einen Erfolg.“

Thüringer Allgemeine, Joachim Lange, 20.06.2022

 

„Harish Shankar und die Meininger Hofkapelle sind einfach unvergleichlich gut. […] Ausnahmslos alle Sängerinnen und Sänger identifizieren sich mit ihren Rollen und verkörpern sie mit großartigem Spiel und Gesang.“

Der Opernfreund, Inge Kutsche, 19.6.22

 

„Schließlich zeigt Monika Reinhard als Papagena, dass Humor nicht platt sein muss, sondern auf einer Metaebene zugleich Kritik sein kann – auch wenn es um ganz irdische Themen wie Fortpflanzung geht“

 Fuldaer Zeitung, Alina Komorek, 20. 6. 22