Don Quijote
Ballett in vier Akten und acht Bildern von Marius Petipa nach Miguel de Cervantes Saavedra
Musik von Léon Minkus
1869 uraufgeführt, avancierte „Don Quijote“ zu einem der großen Handlungsballette des 19. Jahrhunderts. Inhaltlich greift es einzelne Themen aus dem berühmten Roman um Don Quijote heraus, bettet sie in die Rahmenhandlung des Balletts ein.
Im Traum erscheint Don Quijote seine imaginäre Geliebte Dulcinea. Diese glaubt er in der Wirtstochter Kitri wiederzuerkennen und verliebt sich sofort in sie. Doch Kitri liebt Basilio, den wiederum Kitris Vater aufgrund seines Standes nicht als Schwiegersohn akzeptiert. So flüchtet das junge Paar in den Wald, wo es der stets liebestolle Don Quijote aber findet und zu Kitris Vater zurückbringt. Weil dieser seinen Heiratssegen verweigert, gibt Basilio vor, sich zu erstechen – und ringt ihm im augenscheinlichen Todeskampf doch die Einwilligung ab. Schließlich feiert das Dorf den Sieg der Liebe über elterliche Zwänge.
Die buffoneske und extrovertierte Musik von Léon Minkus zu „Don Quijote“ zeichnet sich durch Anklänge an spanische Tänze und Volksmusik aus. Die Ballettkomposition steht beispielhaft für seinen persönlichen Stil, dessen Stärke in ausdrucksvollen, wohlgeformten Melodien von oft großer Schönheit liegt und bis in den elegischen Bereich hineinreicht. Für die Choreografie ließ sich Jorge Pérez Martínez von der Leidenschaft des Flamencos inspirieren.