Staatstheater Meiningen
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Drei Schwestern

Komödie von Anton Tschechow


Wohin sollen wir nur?

Die tschechowschen Figuren sind von einer großen Sehnsucht angetrieben, weglaufen zu wollen. Sie wissen aber eigentlich gar nicht wohin, jedoch der Wunsch anzukommen ist überwältigend groß! Sie folgen genauso blind ihrer undefinierten Sehnsucht, wie sie glauben zu wissen, dass es überall besser wäre, als da, wo sie sind. Olga, Mascha und Irina hängen nämlich in der Provinz fest, in die sie, vor elf Jahren, wegen ihres Vaters gezogen sind. Nun ist der ehemalige Kommandant verstorben und sie müssen selbst versuchen, das Leben zu führen, welches sie sich wünschen, und aus dem, ihnen durch den damaligen Umzug oktroyierten, herauszukommen. Sie wettern über ihr Schicksal, doch sind sie nicht in der Lage, es selbst in die Hand zu nehmen. Sie hoffen auf ihren Bruder Andrej, um ihr Schicksal nicht selbst in die Hand nehmen zu müssen.

Die Bühne assoziiert eine weite Schnee- und Eislandschaft mit dem Heimatort der Schwestern. Vom Schnee scheinen alle Erinnerungen überbedeckt zu sein. Kälte und Eis machen das Leben schwerer. Es kann paradiesisch wirken und beängstigend zugleich. Eine Metapher für die Stagnation der Seelen in einer Provinz, aber auch eine freudige Aussicht auf den Frühling und den auf ihn folgenden Tatendrang. Die Sonne wird den Schnee schmelzen und man wird wieder beweglicher, kräftiger und entschlossener für die „Zukunft“. Machen wir uns auf den Weg!


Zur Einstimmung auf das Werk laden wir Sie herzlich zur Matinee am 03.03.2024 um 11.15 Uhr ins Foyer Großes Haus ein (Eintritt frei).

Regie: Frank Behnke

Bühne, Kostüme: Michael Lindner

Musik: Lukas Umlauft

Dramaturgie: Katja Stoppa

Besetzung

(15.03.2024, 19:30)

Andrej Sergejewitsch Prosorow: Lukas Umlauft

Natalja Iwanowna, seine Braut: Pauline Gloger

Olga: Evelyn Fuchs

Mascha: Larissa Aimée Breidbach

Irina: Emma Suthe

Fjodor Iljitsch Kulygin: Gunnar Blume

Alexander Ignatjewitsch Werschinin: Vivian Frey

Nikolai Lwowitsch Tusenbach: Matthis Heinrich

Wassilij Wassiljewtisch Soljony: Jan Wenglarz

Iwand Romanowitsch Tschebutykin: Michael Schrodt

Ferapont: Matthias Herold

Protopopow: Statisterie des Staatstheaters Meiningen

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