Eichmann - wo die Nacht beginnt
von Stefano Massini
szenische Lesung anlässlich des Internationalen Tages des Gedenkens an die Opfer des Holocaust
Zum Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust, dem 27. Januar, präsentieren die Schauspieler Anja Lenßen und John Wesley Zielmann die szenische Lesung „Eichmann – wo die Nacht beginnt“ in den Kammerspielen. Es handelt sich dabei um ein fiktives Interview der Philosophin und Politikwissenschaftlerin Hannah Arendt mit Adolf Eichmann, der die Ausrottung von Millionen von Juden geplant, strukturiert und damit möglich gemacht hatte. 1960 wird er in Argentinien verhaftet und in Israel vor Gericht gestellt.
Stefano Massini schöpft aus den Protokollen der Verhöre in Jerusalem, aus den Gerichtsverhandlungen, aus der deutschen und jüdischen Geschichtsschreibung sowie aus Arendts Essays. Er schafft daraus einen intensiven Dialog grausamer, beispielloser Macht und eröffnet Schritt für Schritt eine überraschende Perspektive: Eichmann, das Monster, kommt als erschreckend durchschnittlicher Mann daher. Und genau hier nimmt schließlich das Böse Gestalt an: in der alltäglichsten und unvermuteten menschlichen Kleinheit.
Termine
-
Eintritt frei