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Flavio, Re de' Longobardi

Dramma per musica in drei Akten von Georg Friedrich Händel
Libretto von Nicola Francesco Haym

In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln


Georg Friedrich Händels „Flavio, Re de’ Longobardi“ (1723) zählt zu den unbekannten Frühwerken seiner Londoner Zeit. Händel spielt hier virtuos mit höfischen Konventionen und verbindet politische Intrigen, komische Momente und intime Gefühlsdramen zu einem überraschend leichten, fast ironischen Tonfall. Im Zentrum steht der impulsive Longobardenkönig Flavio, der sich von Machtspielen und Liebesverwicklungen treiben lässt, während rivalisierende Väter und Liebende zwischen Pflicht und Leidenschaft zerrieben werden. Am barocken Hof ist nichts privat: Jeder steht unter Beobachtung, das Leben des Königs ist öffentliche Bühne.
In Max Emanuel Cencics sinnlicher und humorvoller Inszenierung wird dieser Hof zur Manege, in der jeder gegen jeden antritt. Menschliche Schwächen werden demonstrativ zur Schau gestellt – „Exhibitionismus menschlicher Schwäche wird zum Theater selbst“, so der Regisseur. Musikalisch besticht „Flavio“ durch die Balance aus expressiven Arien und pointierten Rezitativen. Trotz tragischer Momente vermeidet Händel pathetische Schwere und entfaltet eine elegante Mischung aus Drama und subtiler Satire. So erweist sich die Oper als eines von Händels originellsten Bühnenwerken – voller psychologischer Feinzeichnung und musikalischem Witz.

Eine Produktion von Bayreuth Baroque Opera Festival


Zur Einstimmung auf das Werk laden wir Sie herzlich zur Matinee am Sonntag, 11.10.2026, um 11.15 Uhr ins Foyer Großes Haus ein (Eintritt frei).

Tagesbesetzung

(20.02.2027, 19:30)

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