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Historia von D. Johann Fausten

Oper in drei Akten und einem Epilog von Alfred Schnittke
Text von Jörg Morgener und Alfred Schnittke

In deutscher Sprache mit deutschen Übertiteln


Der Faust-Stoff, durch Goethe zum Mythos geworden, hat längst die Opernbühne erreicht. Vor 30 Jahren entstand die ergreifende Version des Deutsch-Russen Alfred Schnittke (1934–1998), der sich allerdings auf das Volksbuch über den historischen Faust bezieht.
Als Zeitgenosse von Götz von Berlichingen und Martin Luther verzweifelte der Magier Faust, nach tieferer Erkenntnis strebend, an der Unvollkommenheit unseres Wissens.
Die Oper zeigt Stationen aus Fausts Leben: seine frühreife Jugend, seinen Wissensdurst bis hin zur Aushandlung eines Teufelspaktes, den er mit seinem eigenen Blut besiegelt. An seinem letzten Abend gewährt er seinen Schülern Audienz und bereut seine Verfehlungen. Schnittke arbeitete viele Jahre an dem Werk. Zunächst schrieb er die 1983 uraufgeführte Faust-Kantate, die zum dritten Akt der Oper wird, mit dem berühmten Tango, den der Teufel durch ein Mikrofon singt. Erst 1994 wurden die ersten Akte nach den Prinzipien der Polystilistik vollendet: Barocke Passionsarien stehen neben Choral und Cluster-Effekten, Kirchenorgel neben Synthesizer, Cembalo neben E-Bass. Kommentare vom Chor und einem Erzähler greifen auf Bach-Oratorien zurück und schlagen Bögen zum epischen Theater à la Brecht. Seit der Hamburger Uraufführung 1995 wird die Oper in Meiningen erstmalig neuinszeniert.


Zur Einstimmung auf das Werk laden wir Sie herzlich zur Matinee am Sonntag, 06.09.2026, im Rahmen des Theaterfestes ein (Eintritt frei).

Tagesbesetzung

(15.11.2026, 18:00)

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