Staatstheater Meiningen
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Kabale und Liebe

Drama in fünf Akten von Friedrich Schiller


Luise und Ferdinand, zwei junge Menschen voller Lebenslust und Hoffnungen, verlieben sich ineinander. Eine wunderbare Liebesgeschichte mit Happy End? Weit gefehlt! Ihre Liebe gerät ins Fadenkreuz unterschiedlicher Interessen der Väter: Luises Vater, Stadtmusikus Miller, fürchtet die Machenschaften des Adels und ist um die Familienehre besorgt. Ferdinands Vater dagegen, der Präsident, will seinen Sohn mit Lady Milford verheiraten, um so die eigene politische Karriere zu fördern. Zunächst scheinen die Standhaftigkeit Luises und der Idealismus Ferdinands den Sieg davonzutragen. Doch dann spinnt sein Vater unter der Anleitung seines Sekretärs Wurm eine grausame Intrige, der Luise und Ferdinand zum Opfer fallen. Zum Schluss triumphiert die infame Lüge über die aufrichtigen Gefühle eines Liebespaars.

Friedrich Schillers leidenschaftliches Jugendwerk, unweit von Meiningen in Bauerbach entstanden und 1784 in Frankfurt am Main uraufgeführt, ist bürgerliches Trauerspiel und Polit-Drama zugleich. Schiller übt heftige Kritik an der herrschenden Kaste und zeigt eine kalte, von Aufstiegsfantasien korrumpierte Welt, in der eine Liebe wie die von Luise und Ferdinand keinen Platz hat und tragisch enden muss.


Schulworkshop zu „Kabale und Liebe“ (ab 9. Klasse)

Begleitend zu der Inszenierung „Kabale und Liebe“ bieten wir einen theaterpraktischen Workshop im Klassenzimmer an. Dieser gibt nicht nur einen ersten Einblick in Inszenierung und Inhalt, sondern bringt die Schüler:innen auch thematisch ins Spiel. Bei Vorstellungsbesuch ist der Workshop kostenlos.
Anmeldung: jungestheater@staatstheater-meiningen.de

Regie: Julia Prechsl

Bühne, Kostüme: Anna Brandstätter

Mitarbeit Bühne: Valentin Baumeister

Musik: Fiete Wachholtz

Dramaturgie: Olaf Roth

Besetzung

(05.01.2023, 19:30)

Präsident von Walter: Stefan Willi Wang

Ferdinand, sein Sohn: Jan Wenglarz

Lady Milford: Larissa Aimée Breidbach

Miller: Gunnar Blume

Millerin, dessen Frau: Anja Lenßen

Luise, dessen Tochter: Pauline Gloger

Wurm, Haussekretär des Präsidenten: Miriam Haltmeier

Hofmarschall von Kalb: Yannick Fischer

Trailer

Pressestimmen

Zuallererst geht es der Regisseurin um die Entzauberung von Illusionen und die Enttarnung der furchtbaren Dämonen, die hinter den Spielarten von männlicher, besitzergreifender Liebe lauern. Quer durch die Jahrhunderte. Und das gelingt auch dank der leidenschaftlichen und versierten Schauspielerinnen und Schauspieler hervorragend.

Mainpost, Siggi Seuß, 28. März 2022

 

Das werden drei atemlose Stunden. Die Inszenierung von Julia Prechsl lebt von einer frischen Sprache und Diktion, die den Schiller respektiert und ins Heute überführt. Alle acht Schauspielerinnen und Schauspieler bekommen ihre Auftritte, allein oder mit anderen, um zu glänzen, zu verführen, zu berühren, zu verstören, ja um zu lachen. Unbedingt sehenswert!

Meininger Tageblatt, Michael Plote, 29. März 2022

 

Pauline Glogers Luise stemmt sich gegen die Opferrolle. Sie reagiert psychosomatisch auf die Männerwelt, an der sie irre wird. Ein ganz starkes Meininger Debüt! Luise reißt die ersten lachsfarbenen Bahnen herab, die Anna Brandstätter um ihre Bühnenscheibe hängte: Sinnbilder jener Schleier vor den Gesichtern der Schillerfiguren, die nach und nach fallen.

Thüringer Allgemeine, Michael Helbing, 28. März 2022