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Lied der Nibelungen

Schauspiel von Roland Schimmelpfennig


„Es war einmal ein Schatz. Es war einmal ein Drache. Und es war einmal ein Prinz.“ In Roland Schimmelpfennigs Version des Nibelungenliedes – in Worms 2025 bei den Nibelungen-Festspielen uraufgeführt – erzählt der Drache selbst von seiner Tötung durch Siegfried. Und es ist das Lindenblatt in Gestalt einer jungen Frau, die vom Bad im Drachenblut berichtet. Aus einer erfrischend heutigen Perspektive werden in dieser Version des alten Mythos’ aus Helden ganz normal verunsicherte Männer. Und  Schimmelpfennigs Neudichtung umfasst die ganze Geschichte: von Siegfried, der auszog, um die Welt zu erobern und scheinbar unbesiegbar mit Schwert und Nebelkappe am Hof der Burgunder erscheint, von den beiden im Schicksal verbundenen und so unterschiedlichen Königinnen Brunhild und Kriemhild, vom Machtmenschen Hagen von Tronje, von Siegfrieds Tod, von Kriemhilds Rache und vom Ende der Nibelungen am Hof des Hunnenkönigs Etzel.
Das Nibelungenlied, diese deutscheste aller Heldensagen, wird hier zu faszinierendem Erzähltheater auf der Höhe der Zeit, lakonisch im Ton, komisch und unheimlich zugleich, sprachverspielt und hochpoetisch. Ein zivilisationskritisches Weltuntergangsmärchen und zugleich eine Parabel über die menschliche Kränkung als Urmotiv allen Übels.
Das Staatstheater Meiningen ist das erste Theater, das diesen Stoff nach der umjubelten Festspielaufführung in Worms auf die Bühne bringt.


In einer öffentlichen Kostprobe zur Produktion am Donnerstag, 19.11.2026, um 19.00 Uhr können Sie den Probenprozess hautnah miterleben und dem Regieteam bei der Arbeit über die Schulter blicken. Kurze Einführung und Nachgespräch inklusive!

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