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Mephisto

Schauspiel nach Klaus Mann
Fassung von Susanne Lietzow


„Ich bin doch nur ein Schauspieler!“ – Klaus Manns Exilroman „Mephisto“, erstmals erschienen 1936 in Amsterdam, trägt den Untertitel „Roman einer Karriere“. Es ist die Geschichte des kometenhaften Aufstiegs des Schauspielers Hendrik Höfgen und sie führt uns mitten hinein in die Künstler-, Theater- und Probenwelt seiner Zeit. Von Höfgens Anfängen in der Weimarer Republik auf einer linken Agitprop-Bühne in Hamburg bis zum Gipfel seines künstlerischen Erfolges als Darsteller des Mephisto und als Staatsintendant im Berlin der 1930er-Jahre unter der Naziherrschaft reicht die Handlung dieses schillernden Theaterromans.
„Mephisto“ liest sich unschwer als Schlüsselroman über Schauspielerlegende Gustaf Gründgens, für den die Rolle des „Mephisto“ aus Goethes „Faust“ zu einer Schicksals- und Lebensrolle wurde. Der faustische Pakt mit dem Teufel wurde zur Metapher für seine fragwürdige Nähe zum Naziregime.
Klaus Mann hat für sich in Anspruch genommen, einen exemplarischen Roman über Opportunismus und den Verrat der politischen und moralischen Integrität zugunsten einer Karriere geschrieben zu haben. Aktueller denn je stellt „Mephisto“ heute die Frage nach der Verantwortung des Einzelnen und nach dem komplizierten Verhältnis von Kunst und Macht.


Zur Einstimmung auf das Werk laden wir Sie herzlich zur Matinee am Sonntag, 20.09.2026, um 11.15 Uhr ins Foyer Großes Haus ein (Eintritt frei).

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