Staatstheater Meiningen
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Wutschweiger

Schauspiel von Jan Sorbie und Ravel Ruël
ab 9 Jahren


Ebenesers Vater sagt, es sei nur vorübergehend: Da beide Eltern ihren Job verloren haben, müssen sie mit dem Jungen das Haus verlassen, in dem sie lebten und ziehen in ein eine düstere Wohngegend. „Willkommen im ‘Ich sitze in der Scheiße‘-Klub“, so begrüßt ihn das Mädchen Sammy vor seinem neuen Zuhause, einem ärmlichen Hochhaus. Sammy ihrerseits erzählt vom Tod ihrer Mutter und dem Arbeitsverlust ihres Vaters. Ebeneser und Sammy verstehen sich von Anbeginn gut und unterstützen einander, so gut es eben geht.

In den beiden von Armut gezeichneten Familien werden die nicht geöffneten Briefe, die nichts als Rechnungen beinhalten, zur täglichen Tortur. „Skiwochen sind Erinnerungen fürs ganze Leben“, heißt es in der Schule und schon beginnen die Vorbereitungen; die Vorfreude in der Klasse wächst. Die beiden müssen zurückbleiben, denn für die Eltern ist die Skiwoche eine unüberwindbare finanzielle Hürde. Für Sammy und Ebeneser ist klar: „Wir verstehen uns, ohne was zu sagen.“ Und so beschließen die beiden, nicht mehr zu sprechen, durch ihr Schweigen Stärke zu gewinnen.

Die Autoren Sorbie und Ruël belegten den 1. Platz des Jugendtheaterpreises Baden-Württemberg 2020. Unter anderem überzeugte die Jury, dass die beiden Autoren ein so ernstes Thema wie Kinderarmut „mit viel Humor und Absurdität erzählen“.

Regie: N.N.

Bühne, Kostüme: N.N.

Dramaturgie: Gerda Binder


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